"Wie funktioniert der Faire Handel?" wollten der Bundestagskandidat Michael Donth (CDU) und Manuel Hailfinger, der Kreisvorsitzende der Jungen Union, bei einem Gesprä¤ch mit dem Eine Welt Verein Reutlingen bei ihrem Besuch am 21.08.2013 im Weltladen wissen.

Der Vereinsvorsitzende Manfred Möller stellte anhand des Reutlinger Stadtkaffees die Grundsätze des Fairen Handels vor:

  • faire Preise für die Produzenten, so dass sie ihren Lebensunterhalt sichern und ihre Kinder zur Schule schicken können,
  • eine zusätzliche Prämie für die Genossenschaft zur Entwicklung des Dorfes
  • und dazu eine fachkundige Beratung, z.B. für die Umstellung auf ökologischen Anbau.

Vorstandsmitglied Dr. Jürgen Quack ergänzte: Ein wichtiger Aspekt des Fairen Handels sei die öffentliche Beschaffung. So sollten beispielsweise die Lederhandschuhe der Feuerwehr oder die Textilien in Krankenhäusern ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt werden. Das Fairtrade-Siegel oder das Fair-Wear-Siegel sichern durch regelmäßige Kontrollen, dass die Standards des Fairen Handels eingehalten werden. Reutlingen habe durch seine Bewerbung um den Titel "Fair Trade Stadt" gezeigt, dass es heute auch in der Politik eine breite Unterstützung für eine nachhaltige Umgestaltung der Wirtschaft und des Handels gäbe. Die Politik müsse dazu den nötigen Rahmen schaffen und mit gutem Beispiel vorangehen.

Eine Welt Verein Reutlingen Donth
Von links nach rechts: Manfred Möller, Dr. Jürgen Quack, Michael Donth und Manuel Hailfinger

Michael Donth stellte in Aussicht, sich im Fall der Wahl in Berlin dafür einzusetzen, dass auch bei der Beschaffung in Einrichtungen des Bundes soziale und ökologische Vorgaben berücksichtigt werden.